Fünf Lomdee Nosesticks liegen im Sonnenlicht auf beigem Untergrund

Inhalierstift aus Thailand: Was der kleine Stick ist – und wofür man ihn dort benutzt

Wer schon einmal in Thailand war, hat es vermutlich gesehen: ein schmaler Stick, kaum größer als ein Lippenstift, den jemand kurz an die Nase hält. An der Bushaltestelle. Im Büro. Im Taxi. In der Schlange am Flughafen.

Für Reisende ist das ein Rätsel. Für Thailänderinnen und Thailänder ist es so selbstverständlich wie bei uns ein Kaugummi in der Jackentasche.

Dieser Text erklärt, was der kleine Stick ist, was darin steckt und warum er in Thailand zum Alltag gehört.

Was ist ein Inhalierstift?

Ein Inhalierstift – je nach Region auch Nasenstick, Riechstift oder schlicht Inhalator genannt – ist ein kleiner Stick, der eine aromatische Mischung in sich trägt, meist auf Basis von Menthol. Die Mischung bleibt im Inneren. Nach außen dringt nur der Duft.

Man dreht den Verschluss auf, hält das offene Ende kurz unter ein Nasenloch und atmet ein. Mehr passiert nicht. Man trinkt nichts, man schluckt nichts, man trägt nichts auf der Haut auf. Es geht ausschließlich um den Duft.

Der Stick ist wiederverschließbar, hält dadurch lange, und passt in jede Hosentasche.

Warum in Thailand fast jeder einen dabei hat

Auf Thailändisch heißt er ยาดม (ya dom). Wörtlich übersetzt: „ya“ für Mittel, „dom“ für riechen. Also etwa: etwas zum Riechen.

Ya dom ist in Thailand kein Nischenprodukt. Es liegt an jeder Kasse, in jedem 7-Eleven, an jedem Kiosk. Benutzt wird es von Schülerinnen genauso wie von Geschäftsleuten und Großeltern – quer durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten.

Die Situationen sind alltäglich: die schwüle Hitze am Nachmittag. Der lange Stau auf dem Weg nach Hause. Die Abgase auf einer vollen Straße. Der Moment zwischen zwei Terminen, in dem man kurz durchatmen will.

Die Geschichte reicht weit zurück. Aromatische Mischungen haben in Thailand eine lange Tradition; die ersten bekannten Marken für diese kleinen Sticks entstanden bereits in den 1930er-Jahren.

Was steckt drin?

Die Mischungen unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller, aber der Kern ist fast immer derselbe:

  • Menthol – der kühle, klare Grundton
  • Campher – warm und würzig
  • Eukalyptusöl – frisch und weit
  • Pfefferminzöl – spitz und wach

Genau diese vier bilden auch die Basis des Lomdee Nosestick. Dazu kommt ein neutrales Trägeröl, das die Mischung zusammenhält und langsam freigibt.

Warum man ihn in Deutschland kaum findet

In Thailand bekommt man ya dom an jeder Ecke. In Deutschland ist das anders. Wer nach dem Urlaub Nachschub sucht, landet meist bei Importen über eBay, bei undurchsichtigen Anbietern oder bei Produkten, die für den europäischen Markt gar nicht vorgesehen sind.

Das war unser Ausgangspunkt. Der Lomdee Nosestick wird in Thailand hergestellt – dort, wo diese Sticks herkommen und wo man seit Jahrzehnten weiß, wie sie gemacht werden. Was wir verändert haben, ist nicht die Mischung, sondern alles drumherum: die Gestaltung, die Kennzeichnung nach europäischen Vorgaben und der Weg zu dir nach Hause, ohne Zoll und ohne Wartezeit.

Es ist derselbe Stick, den es in Thailand gibt. Nur eben hier.

So benutzt man ihn

  1. Aufdrehen. Der Duft entfaltet sich sofort.
  2. Einatmen. Ein Nasenloch, ruhig und tief.
  3. Zudrehen. Damit die Mischung erhalten bleibt.

Mehr braucht es nicht. Und genau das ist der Punkt: Es sind zwanzig Sekunden, die man sich nimmt, bevor es weitergeht.

Zum Lomdee Nosestick →

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